Seit vergangenem Freitag erinnert in Leipzig ein Stolperstein an Georg Schwarz. Der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Künstler Gunter Demnig verlegte einen Gedenkstein vor dem letzten Wohnsitz NS-Opfers in der Georg-Schwarz-Straße 24. Georg Schwarz war als Arbeiter und Politiker im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv und wurde im Januar 1945 gemeinsam mit Mitstreitern hingerichtet. Der Arbeiterführer plante seine Aktionen unter anderem aus der Anonymität des heutigen Alfred-Kunze-Sportpark heraus, weshalb das Leutzscher Stadion zwischen 1949 und 1992 seinen Namen trug.
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Die Faninitiative Bunte Kurve verurteilt die Vorfälle auf dem Tauchaer Stadtfest am vergangenen Sonntag, als eine Gruppe von etwa 15 Personen drei Libanesen angegriffen haben. Die Behauptungen der Leipziger Staatsanwaltschaft und Polizei, wonach die Täter Hooligans der BSG Chemie Leipzig gewesen sein sollen, stellt die Bunte Kurve in Frage. Der Vorfall stand offensichtlich nicht in Zusammenhang mit einem Fußballspiel, sondern schien vielmehr rassistisch motiviert. Vor diesem Hintergrund ist die Öffentlichkeitsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft zutiefst fragwürdig. Zum Einen werden Fußballfans – in diesem Falle der BSG Chemie Leipzig – pauschal kriminalisiert. Zum Anderen kaschiert die leichtfertige Reduzierung auf vermeintliche Fußballgewalt den Umstand, dass der Angriff aus offenbar rassistischer Überzeugung erfolgte.
Fußball-Fans haben Ehrung des Leipzigers angeregt und finanziert
Leipzig. Der Leipziger Widerstandskämpfer Georg Schwarz wird von Fußball-Fans geehrt: Am kommenden Freitag, dem 21. August, verlegen die Faninitiative „Bunte Kurve“ und die BSG Chemie Leipzig um 10 Uhr in der Georg-Schwarz-Straße einen „Stolperstein“. Dieser Gedenkstein soll künftig vor dem ehemaligen Wohnhaus von Schwarz daran erinnern, wie sich der Arbeiter und Politiker gegen das nationalsozialistische Regime stellte. Die „Bunte Kurve“ und die BSG Chemie Leipzig ehren Schwarz unter anderem deswegen, weil er einige seiner Aktionen vom Gelände des heutigen Alfred-Kunze-Sportparks aus startete.