Antisemitische Gesänge von Magdeburger Fans
Sonntag, 7. Februar 2010, 20:48 Uhr
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Beim Gastspiel der dritten Mannschaft des 1. FC Magdeburg bei der BSG Chemie Leipzig haben Gästefans mit antisemitischen Gesängen provoziert. So ertönte zweimal der Sprechchor “Juden-Jena” aus dem Gästeblock. Die Atmosphäre rund um das Testspiel war abgesehen von diesem Zwischenfall freundschaftlich und offen. Über 700 Fans, darunter etwa 250 Magdeburger, hatten dem lange herbeigesehnten Aufeinandertreffen einen würdigen Rahmen bereitet.
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FC Sachsen: Klares Bekenntnis gegen Neonazis
Montag, 30. November 2009, 09:20 Uhr
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Nachdem beim Spiel des FC Sachsen Leipzig in Zwickau einige Fans ihr rassistisches und faschistisches Gedankengut zum Ausdruck gebracht hatten, hat der Verein beim Spiel gegen Borea Dresden klar Flagge gezeigt. Vor dem Anpfiff zeigten Spieler das Transparent “Für einen offenen toleranten Verein - Gegen Rechts”. Außerdem sagte der Vorsitzende des FCS Lars Ziegenhorn deutlich, was der FCS von rassistischen Fußballfans hält.
Brutaler Neonazi-Überfall auf Fans und Spieler von Roter Stern Leipzig
Dienstag, 3. November 2009, 21:45 Uhr
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Am 24. Oktober wurden beim Spiel in Brandis Fans und Spieler von Roter Stern Leipzig (RSL) auf brutale Weise von Neonazis und Alt-Hools angegriffen. Dabei gab es auf Seiten des RSL mehrere Verletzte, zwei davon schwer. Diese neue Dimension der Gewalt von Faschisten zeigt erneut, wie wichtig jedes Engagement gegen Neonazismus ist. Das Team der Bunten Kurve wünscht allen Verletzten eine möglichst schnelle Genesung und hofft, dass die Angreifer ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden können. Außerdem möchten wir auf das Spendenkonto des RSL zu gunsten der Opfer des Neonazi-Angriffs aufmerksam machen:
Spendenkonto “Brandis” - Roter Stern Leipzig 99 e. V.
Kto. 1100431752
BLZ 86055592 (Stadt- und Kreissparkasse Leipzig)
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Bunte Kurve beteiligt sich nicht an FARE-Aktionswoche 2009
Freitag, 23. Oktober 2009, 11:16 Uhr
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Aus Protest gegen mangelnde Konsequenzen des FARE-Netzwerkes im Umgang mit rechtsextremen Vereinnahmungen seiner Aktionen wird sich die Bunte Kurve in diesem Jahr nicht aktiv an der diesjährigen Aktionswoche gegen Rassismus beteiligen. Hintergrund ist ein vom FARE-Netzwerk gefördertes internationales antirassistisches Fußballturnier, das im August 2009 in ukrainischen Lviv (Lemberg) stattgefunden hat und bei dem es zu rechtsextremen Provokationen gekommen ist.
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Bunte Kurve zeigt „Kicker, Kämpfer & Legenden“
Freitag, 25. September 2009, 15:57 Uhr
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Aktionen,
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Ausstellung über Juden im deutschen Fußball zu Gast im Neuen Rathaus
Leipzig. Antisemitische Parolen gehören zum Alltag in deutschen Fußballstadien. Ironischerweise waren es jedoch allen voran jüdische Spieler, Trainer und Funktionäre, die den Fußball in Deutschland entwickelt und populär gemacht haben. Ob Walther Bensemann, Journalist und Gründer des Kicker, Präsident Kurt Landauer und Trainer Richard Dombi beim FC Bayern München oder Aktive wie Gottfried Fuchs und Julius Hirsch – Juden spielten in der Geschichte des Fußballs in Deutschland vor der Zäsur 1933 eine bedeutende Rolle.
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Stolperstein für Leutzscher Arbeiterführer Georg Schwarz verlegt
Seit vergangenem Freitag erinnert in Leipzig ein Stolperstein an Georg Schwarz. Der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Künstler Gunter Demnig verlegte einen Gedenkstein vor dem letzten Wohnsitz NS-Opfers in der Georg-Schwarz-Straße 24. Georg Schwarz war als Arbeiter und Politiker im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv und wurde im Januar 1945 gemeinsam mit Mitstreitern hingerichtet. Der Arbeiterführer plante seine Aktionen unter anderem aus der Anonymität des heutigen Alfred-Kunze-Sportpark heraus, weshalb das Leutzscher Stadion zwischen 1949 und 1992 seinen Namen trug.
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Bunte Kurve kritisiert Öffentlichkeitsarbeit von Leipziger Staatsanwaltschaft und Polizei
Dienstag, 25. August 2009, 20:50 Uhr
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Die Faninitiative Bunte Kurve verurteilt die Vorfälle auf dem Tauchaer Stadtfest am vergangenen Sonntag, als eine Gruppe von etwa 15 Personen drei Libanesen angegriffen haben. Die Behauptungen der Leipziger Staatsanwaltschaft und Polizei, wonach die Täter Hooligans der BSG Chemie Leipzig gewesen sein sollen, stellt die Bunte Kurve in Frage. Der Vorfall stand offensichtlich nicht in Zusammenhang mit einem Fußballspiel, sondern schien vielmehr rassistisch motiviert. Vor diesem Hintergrund ist die Öffentlichkeitsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft zutiefst fragwürdig. Zum Einen werden Fußballfans – in diesem Falle der BSG Chemie Leipzig – pauschal kriminalisiert. Zum Anderen kaschiert die leichtfertige Reduzierung auf vermeintliche Fußballgewalt den Umstand, dass der Angriff aus offenbar rassistischer Überzeugung erfolgte.
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Stolperstein für Widerstandskämpfer Georg Schwarz
Fußball-Fans haben Ehrung des Leipzigers angeregt und finanziert
Leipzig. Der Leipziger Widerstandskämpfer Georg Schwarz wird von Fußball-Fans geehrt: Am kommenden Freitag, dem 21. August, verlegen die Faninitiative „Bunte Kurve“ und die BSG Chemie Leipzig um 10 Uhr in der Georg-Schwarz-Straße einen „Stolperstein“. Dieser Gedenkstein soll künftig vor dem ehemaligen Wohnhaus von Schwarz daran erinnern, wie sich der Arbeiter und Politiker gegen das nationalsozialistische Regime stellte. Die „Bunte Kurve“ und die BSG Chemie Leipzig ehren Schwarz unter anderem deswegen, weil er einige seiner Aktionen vom Gelände des heutigen Alfred-Kunze-Sportparks aus startete.
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Martin Curi liest „Friedenreich“ – Über einen brasilianischen Fußballstar mit deutschem Namen
In Zusammenarbeit mit Roter Stern Leipzig veranstaltet die Bunte Kurve am 1. Juli 2009 um 20 Uhr eine Lesung im Fischladen, Wolfgang-Heinze-Straße 22, Leipzig-Connewitz. Der Autor Martin Curi stellt sein 2009 im „Verlag die Werkstatt“ erschienenes Buch „Friedenreich – Das vergessene Fußballgenie“ vor. Der Eintritt ist frei.
Nein, der Name Arthur Friedenreich klingt gewiss nicht nach Samba oder brasilianischer Spielfreude. Die Assoziation mit „deutsch“ fällt leicht. Mit einem brasilianischen „Goldfuß“, dem „König des Fußballs“, dafür umso schwerer. Brasilien, Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Sohn eines deutschen Einwanderers und einer schwarzen Wäscherin sorgt auf Fußballplätzen für Aufsehen. 1914 wird er brasilianischer Nationalspieler – im ersten Länderspiel der Südamerikaner überhaupt. Die Brasilianer schießt er 1919 zur Südamerikameisterschaft, 1925 begeistert er auf einer Europatournee und erlangt internationale Bekanntschaft. Er machte Karriere, bevor die medial gehypten Weltstars des Fußballs geboren wurden. „Fried“, dem die Erfindung des Effet-Schusses und laut FIFA insgesamt 1329 erzielte Tore nachgesagt werden, konnte nie an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.
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