Bunte Kurve kritisiert Öffentlichkeitsarbeit von Leipziger Staatsanwaltschaft und Polizei
Dienstag, 25. August 2009, 20:50
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Die Faninitiative Bunte Kurve verurteilt die Vorfälle auf dem Tauchaer Stadtfest am vergangenen Sonntag, als eine Gruppe von etwa 15 Personen drei Libanesen angegriffen haben. Die Behauptungen der Leipziger Staatsanwaltschaft und Polizei, wonach die Täter Hooligans der BSG Chemie Leipzig gewesen sein sollen, stellt die Bunte Kurve in Frage. Der Vorfall stand offensichtlich nicht in Zusammenhang mit einem Fußballspiel, sondern schien vielmehr rassistisch motiviert. Vor diesem Hintergrund ist die Öffentlichkeitsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft zutiefst fragwürdig. Zum Einen werden Fußballfans – in diesem Falle der BSG Chemie Leipzig – pauschal kriminalisiert. Zum Anderen kaschiert die leichtfertige Reduzierung auf vermeintliche Fußballgewalt den Umstand, dass der Angriff aus offenbar rassistischer Überzeugung erfolgte.

Gleichwohl die Übergriffe nicht mit Fußball in Verbindung standen, sind offensichtlich einige der Angreifer ehemalige Fans des FC Sachsen Leipzig und haben sich daher auch im Umfeld der antifaschistischen Leutzscher Ultrà-Gruppierung „Diablos“ bewegt. Die Bunte Kurve sieht diesen Umstand als wichtigen Hinweis darauf, dass auch aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung eintretende Fankurven kritisch hinterfragen sollten, welche Fans sich in ihrem Umfeld bewegen.


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